In Geschichte, Tagesausflug, Tradition

Kuckuck, Kuckuck, ruft es aus dem Deutschen Uhrenmuseum

Kuckucksuhr und Uhrenhandel: Klar denkt man hier an eine Geschichte im Schwarzwald! Uninteressant? Niemals! Wer´s nicht glaubt, der erlebt es, und zwar im „Deutschen Uhrenmuseum“ in Furtwangen!

 

Pendeluhr im Uhrenmuseum in Furtwangen

Mechanisches Uhrwerk

Schwarzwaldgeschichte entdecken!

An einem lausig kalten Wintertag mach ich mich auf den Weg in das gern besuchte Museum. Das mehrstöckige und helle Gebäude lässt darauf schließen, dass es hier wohl einiges zu sehen gibt. Umgeben von leise tickenden Uhren und Kuckuckslauten wird die Geschichte der Uhr zum vergnüglichen Erlebnis!

 

 

 

Ausstellung bekannter Uhrenhersteller im Schwarzwald

Mauthe Wecker

Die umfangreichste Sammlung

Kienzle und Mauthe waren weltweit bekannte Uhrenhersteller im Schwarzwald. Die bis heute noch bestehende Firma Junghans setzte sogar mithilfe amerikanischer Produktionsmethoden die Massenfertigung von Weckern durch. Aber was mich an diesem Uhrenmuseum vor allem fasziniert, ist: sie beherbergt die umfassendste Sammlung zur Geschichte der Schwarzwalduhren!

 

 

 

 

 

Das Planetarium im Deutschen Uhrenmuseum in Furtwangen

Planetarium von Philipp Hahn

Sonne, Mond und Sterne

Zwar weiß ich, dass die Sonnenuhr das älteste Zeitinstrument ist, doch als ich auf ein mechanisches Planetarium von der Größe eines Tisches treffe, weiß ich, dass nicht nur die Sonne, sondern auch unsere Planeten in der Zeitbestimmung eine entscheidende Rolle spielen.

 

 

 

Pendeluhr aus dem Schwarzwald

Riesige Pendeluhr

Die Zeit erleben!

Ich bin fasziniert von der hier gezeigten Vielfalt an Formen der Zeitmesser und ihrer ausgeklügelten Mechanik. Zahnräder, die ineinandergreifen, Pendel, die hin- und herschwingen, Gewichte, welche das Uhrwerk antreiben und Figuren, die sich munter zum Takt bewegen.

 

 

 

 

 

Kuckucksuhren im Deutschen Uhrenmuseum

Kuckucksuhren

Die Uhr, die einen Vogel hat

Kuckuck, Kuckuck, ruft es nicht nur aus dem Wald! Bekannt aus Liedern und Gedichten ist der Kuckucksruf auch verewigt in handgeschnitzten und exklusiven Kuckucksuhren. Eine Kuckucksuhr mit Jagdmotiven prunkt hier zwischen zahlreichen Unikaten hervor.

 

 

Schilderuhren aus dem Deutschen Uhrenmuseum in Furtwangen

Lackschilderuhren

Vom Brauch der Schilderuhren

Vor noch 100 Jahren gehörte die Lackschilderuhr als Geschenk zum Hochzeitsbrauch. Heute entdecke ich sie in der Ausstellung. Ich bin beeindruckt von der malerischen Kunst und deren typischen Uhrenform, die ihren Ursprung im Schwarzwald hat. Auf Schautafeln erfahre ich schließlich allerhand Interessantes über das Uhrenhandwerk und seinen Handel.

 

 

 

 

 

Figurenautomat im Schwarzwald

Figurenautomat von August Noll

Figuren, die sich zur Musik bewegen

Eine über 3m lange und hohe Uhr fällt mir sofort ins Auge. August Nolls Figurenautomat, die “astronomische Weltuhr” war mit ihren laufenden Apostel, Nachtwächter, Trompeter, Hahn, Kuckuck und Glocken läutenden Mönchen offenbar ein Kino früherer Zeiten. Anschließend darf ich einige Figuren erleben, die sich munter zur Musik bewegen.

 

 

Wie wäre es mit einem Souvenir?

Zuletzt schlendere ich noch durch den Shop. Ob Bücher, Kuckucksuhren, Tassen, Uhren zum selber Basteln oder Postkarten, hier findet man ganz bestimmt das passende Mitbringsel!

 

Mein Fazit: Wer etwas über den Ursprung der Uhr wissen, erleben und entdecken möchte oder aber ein Mitbringsel aus dem Schwarzwald sucht, ist in diesem Museum genau richtig!

Mein Tipp: Das Deutsche Uhrenmuseum hat 365 Tage im Jahr geöffnet und bietet mehrsprachig buchbare Führungen an. Auch die Beschreibungen werden in Englisch und Französisch ausgelegt. Zudem gibt es Veranstaltungen wie beispielsweise den Workshops für Erwachsene und Weihnachtsbacken für Kinder. Bei den Führungen erleben Sie die Geschichte der Zeitmessung, auch mechanische Musikinstrumente werden in Gang gesetzt. Alle Abteilungen im Museum sind barrierefrei.

 

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